Ein Blick über den Tellerrand

 

 

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Europäische Charta für die Straßenverkehrssicherheit

 

Der Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. Heinz Hardt, MdL, hat am 14. Juli 2005 in Brüssel die “Europäische Charta für die Straßenverkehrssicherheit” der Europäischen Kommission unterschrieben.

Nachfolgend der Originaltext der Charta.

25 000 Leben retten

Europäische Charta für die Straßenverkehrssicherheit

Unterzeichner:
Deutsche Verkehrswacht e.V. (DVW)

Der Unterzeichner, die Deutsche Verkehrswacht e.V. (DVW), Alexanderstraße 10, 53111 Bonn, vertreten durch ihren Präsidenten, Herrn Heinz Hardt, gleichzeitig handelnd für die 16 Landes- und 650 Kreis- und Ortsverkehrswachten als Mitglieder, Inhaber von Anordnungsbefugnissen, Entscheidungsbefugnissen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Durchsetzungsmöglichkeiten oder eines Vertretungsmandats und aufgrund dessen teilhabend an der Verantwortung für die Straßenverkehrssicherheit in der Europäischen Union, der Auffassung, dass die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr in Europa unannehmbar hoch ist und dass die wirksamsten Maßnahmen zu treffen sind, um diese Zahl möglichst schnell zu verringern, der Auffassung, dass eine zwischen den zahlreichen Beteiligten, die auf der einen oder anderen Grundlage Verantwortung in diesem Bereich tragen, koordinierte Maßnahme eher geeignet ist, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, der Überzeugung, dass es wirksame Maßnahmen gibt, die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften anzuhalten, und auch darüber hinausgehende Maßnahmen, wie die Verringerung der Risikoexposition von Verkehrsteilnehmern, ergriffen werden sollten, und dass die Wirkung solcher Maßnahmen vervielfacht wird, wenn sich eine kritische Zahl von Beteiligten dafür engagiert, sich dem Ziel einer Verringerung der Zahl der Verkehrstoten um mindestens 50% bis 2010 anschließend, im Vertrauen auf das Verantwortungsgefühl der betroffenen Einzelpersonen und Organisationen, im Bewusstsein, dass die Maßnahmen zugunsten der Straßenverkehrssicherheit sehr geringe Kosten verglichen mit den menschlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten der Unsicherheit im Straßenverkehr haben,

VERPFLICHTET SICH, DIE MASSNAHMEN IN SEINEM VERANTWORTUNGS- UND TÄTIGKEITSBEREICH UMZUSETZEN, UM FORTSCHRITTE BEI DER STRASSENVERKEHRSSICHERHEIT ZU BESCHLEUNIGEN, VERPFLICHTET SICH INSBESONDERE, NACH MASSGABE SEINER VERANTWORTUNG UND SPEZIFISCHEN SITUATION UND IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT MINDESTENS EINEM DER FOLGENDEN GRUNDSÄTZE:

  1. Ergreifung von Maßnahmen in seinem Verantwortungsbereich, um zu dem oben genannten Ziel einer Verringerung der Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr beizutragen.

  2. Aufnahme von Aktionen zur Straßenverkehrssicherheit und Messung des erreichten Sicherheitsstandards in seine Hauptziele und maßgebenden eigenen Entscheidungskriterien, insbesondere im Rahmen seiner Forschungsaktivitäten, seiner Organisation und seiner Investitionen sowie im allgemeineren Rahmen der Organisation seiner professionellen Aktivitäten im Hinblick auf die Ausarbeitung eines Plans für die Straßenverkehrssicherheit.

  3. Austausch von Informationen technischer oder statistischer Art, die ein besseres Verständnis der Unfallursachen, Unfallverletzungen und Wirksamkeit von Vermeidungs- und Folgenminderungsmaßnahmen ermöglichen, mit den für die Straßenverkehrssicherheit zuständigen Organisationen.

  4. Leistung eines Beitrags zur Verhinderung von Verkehrsunfällen durch hochwertige Maßnahmen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:

    • Erstausbildung und Weiterbildung sowie Information der Fahrer,

    • Ausrüstung und Ergonomie von Kraftfahrzeugen,

    • Gestaltung der Infrastrukturen auf eine Weise, Unfallrisiken und die Unfallschwere minimiert und zu einer sicheren Fahrweise anhält.

  5. Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Minderung von Unfallfolgen.

  6. Leistung eines Beitrags zur Entwicklung von Mitteln, die eine einheitliche, andauernde und angemessene Kontrolle der Einhaltung der Straßenverkehrsvorschriften durch Personen, die in seinem Namen oder unter seiner Leitung tätig sind, sowie die Sanktionierung eventueller Vorstöße auf einheitliche, schnelle und verhältnismäßige Art und Weise ermöglichen.

  7. Schaffung eines Rahmens, der die Umsetzung andauernder erzieherischer Maßnahmen und die Rehabilitierung gefährdeter Fahrer fördert.

  8. Bemühungen, soweit möglich, zu einer besseren Kenntnis der Ursachen, Umstände und Auswirkungen von Unfällen beizutragen, um daraus Lehren für ihre Vermeidung ziehen zu können

  9. Leistung eines Beitrags dazu, dass möglichen Unfallopfern ein wirksamer und hochwertiger medizinischer, psychologischer und juristischer Beistand zur Verfügung steht.

  10. Akzeptanz einer im Nachhinein erfolgenden und nach den entsprechenden Regeln für die Vertraulichkeit durchgeführten fachlichen Beurteilung der Maßnahmen, die zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit ergriffen wurden, und gegebenenfalls Anpassen der Maßnahmen im Lichte dieser Erfahrungen.

Zur Umsetzung der folgenden Maßnahmen:

Entwicklung von Modellen in den kommenden drei Jahren, die zur Einrichtung von gemeinnützigen, regional gegliederten Organisationen (Einrichtungen) in den Ländern der Europäischen Union mit besonders hoher Unfallbelastung - besonders der Länder, die am 1. Mai 2004 beigetreten sind - führen. Diese Organisationen sollen die staatlichen Präventionsbemühungen in der Verkehrssicherheit unterstützen und verbessern und mit vielfältigen Aktivitäten auf allen Ebenen des staatlichen Gemeinwesens bewirken,

  • dass Verkehrssicherheit als eine wichtige Aufgabe nicht nur des Staates, sondern aller Bürger anerkannt,

  • das Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer gestärkt und

  • das partnerschaftliche Verhalten aller Verkehrsteilnehmer erhöht wird.

Die Deutsche Verkehrswacht beabsichtigt, in den Jahren 2006 bis 2007 die Durchführung von zunächst 3 Modellseminaren mit Kommunalmitarbeitern, Polizisten und anderen Verkehrssicherheitskräften in ausgewählten Ländern der Europäischen Union, die am 1. Mai 2004 beigetreten sind,

  • um über die Ziele, Maßnahmen und Erfolge gemeinnütziger Einrichtungen zur Förderung der Straßenverkehrssicherheit am Beispiel der Deutschen Verkehrswacht e. V. zu informieren,

  • um soziales Engagement in der gemeinnützigen Verkehrssicherheitarbeit zu werben,

  • um Wege und Strukturen aufzuzeigen, wie gemeinnützige Verkehrssicherheitsarbeit in den jeweiligen Ländern entwickelt werden könnte.

Parallel dazu bietet die Deutsche Verkehrswacht an, das sich entwickelnden Initiativen gemeinnütziger Verkehrssicherheitsarbeit durch Paten- und Partnerschaften mit Kreis- und Ortsverkehrswachten in der Bundesrepublik Deutschland inhaltlich begleitet werden.

Die Deutsche Verkehrswacht e.V. führt mit ihren Landesverkehrswachten und Ortsverkehrswachten als Mitglieder Präventionsmaßnahmen in den Bereichen

  • Vorschule/Schule (Kind und Verkehr)

  • Verkehrssicherheit für 16-24-jährige (Aktion junge Fahrer)

  • Fahrrad-Sicherheit (Fahrradwochen)

  • Seniorensicherheit (Seniorentage)

durch und wird Interessenten aus Ländern, in denen o.a. Seminare durchgeführt werden, Hospitierungsmöglichkeiten offerieren, um verschiedene Modelle der Präventionsmaßnahmen in Deutschland kennen zulernen und ihre Übertragungsmöglichkeiten in die jeweiligen Länder prüfen zu können.

Brüssel, den 14. Juli 2005
gez.
Heinz Hardt, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V.

 

 

 

Deutsche Verkehrswacht erhielt "Carnegie Award"

 

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) wurde für ihr herausragendes Engagement im Bereich der Prävention mit dem "Carnegie Lebensretter Award für Aufklärung und Präventionsarbeit" ausgezeichnet. Heinz Hardt, DVW-Präsident, erhielt am 13.07.06 im Mannheimer Dorint Kongreß Hotel die Auszeichnung, eine Kristallpyramide. "Mit dem Carnegie Lebensretter Award wurde die Deutsche Verkehrswacht stellvertretend für die hervorragende Arbeit der Verkehrswachten vor Ort und der ehrenamtlichen Verkehrswachtmitarbeiter geehrt", sagte Hardt.

Andreas Huber, Präsident der Carnegie Stiftung Deutschland, hatte die Deutsche Verkehrswacht für den "Carnegie Award" vorgeschlagen. "Die Deutsche Verkehrswacht hat eine hohe Bekanntheit und leistet hervorragende Präventionsarbeit", erläutert Huber. Im Präsidium wurde sein Vorschlag einhellig angenommen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des internationalen Festaktes zur Wiedergründung statt. Teilnehmer waren u.a. die stellv. SPD Bundesvorsitzende Ute Vogt und Vertreter der US Botschaft in Deutschland. Das Bundesinnenministerium war durch Herrn Regierungsdirektor Roth vertreten. Dieser verlas das zweiseitige Grußwort des Bundesinnenministers Herrn Dr. Schäuble. Auch Heinz Hardt, DVW Präsident und Michael Hartje, DVW Verbandsdirektor, waren als Ehrengäste eingeladen.

    

aus mobil und sicher Nr.5/2005

 

Verkehrssicherheit / Verkehrssicherheitsinitiative

 

Im Jahr 1999 gründete die Stadt Hamm in Zusammenarbeit mit der Polizei die "Verkehrssicherheitsinitiative Hamm" (VSI). Anlass war die hohe Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Hamm im Jahr 1999 den "Spitzenreiter" in NRW darstellte. Seitdem setzen

sich unter dem Dach der VSI mehr als 15 Organisationen durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und zahlreiche Aktivitäten auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit dafür ein, die Unfallzahlen zu reduzieren.

Hinter der Verkehrssicherheitsinitiative stehen bislang folgende Einrichtungen: ADAC, ADFC, AOK, Bergwerk Ost, Bundesgrenzschutz, Biker Union, Caritasverband, DAK, DEKRA, Deutscher Kinderschutzbund, DRK, Fahrlehrerverband, IKK, Polizei, Radio Lippewelle Hamm, Rats- und Bezirksfraktionen, Stadt Hamm, Stadtwerke Hamm, Verkehrswacht, Westfälischer Anzeiger.

 

Regelmäßige Arbeitstreffen sorgen für den gezielten Informationsfluss und dienen der Planung weiterer Aktionen. Unter "Download" finden Sie das aktuelle Ergebnisprotokoll sowie eine exemplarische Übersicht über die bisherigen Aktivitäten.

 

Die Verkehrssicherheitsinitiative Hamm trifft sich vier mal im Jahr montags jeweils um 16 Uhr im Polizeipräsidium Hamm. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Verbänden und Institutionen sind herzlich eingeladen.


Die aktuelle Einladung zu den Arbeitstreffen finden Sie auf der Startseite.Das Polizeipräsidium Hamm präsentiert sich ebenfalls im Internet. Dort finden Sie Hinweise zu den aktuellen Unfallstatistiken, zum Polifanten - dem Partner der Kinder, Ihre Ansprechpartner aus den einzelnen Stadtbezirken und Vieles mehr.
 

Verkehrssicherheitsvideo

Die Initiative !K!DS IN Mönchengladbach" - sicher unterwegs! hat ein Verkehrssicherheitsvideo in das Internet gestellt, das mit Unfallgeräuschen die erhöhte Unfallgefahr für Kinder im Straßenverkehr verdeutlicht. Bei Interesse kann dieser Spot auch in Hamm für Verkehrssicherheitsarbeit und -aktionen verwendet werden. Auf der rechten Seite haben Sie die Möglichkeit weitere Informationen zu der Initiative "K!ds in MG - sicher unterwegs!" zu erhalten. Weiterhin finden Sie hier auch den entsprechenden
Kinospot, der in Mönchengladbach im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit erstellt wurde.

 

Hamm in die "Europäische Verkehrssicherheitscharta" aufgenommen 

Die Europäische Verkehrssicherheitscharta ist ein Projekt der EU und verfolgt als wichtigstes Ziel die europaweite Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten um mindestens 50 Prozent bis zum Jahr 2010. Die Charta ist ein Forum für Institutionen, Unternehmen und Verbände, die dieses Ziel gemeinsam verfolgen. Als eine von nur vier deutschen Städten wurde nun auch Hamm nach Prüfung der eingereichten Bewerbung durch eine Kommission aufgenommen.

Daraufhin hat Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann die Europäische Charta für die Verkehrssicherheit Ende Januar unterzeichnet.

Insgesamt zählt die Charta bisher europaweit rund 300 Mitglieder. In Deutschland sind es 22 Unterzeichner. Davon hatten als Kommunen bisher nur die Städte Berlin, Köln sowie der Kreis Borken unterzeichnet.

Seitens der EU besteht ein gesteigertes Interesse, mehr Kommunen für die Teilnahme zu gewinnen. Von den Mitgliedern erwartet die EU konkrete und umfassende Selbstverpflichtungen, um das ehrgeizige Ziel, dieVerkehrstoten europaweit um 25.000 pro Jahr zu verringern, zu erreichen.

Da in Hamm bereits viele Aktionen, die über das in vergleichbaren Städten übliche Maß hinausgehen, durchgeführt werden, sah sich die Stadt, auch wegen der bereits erreichten Erfolge – die Anzahl der Verkehrsunfälle sowie der Verkehrstoten ist in den vergangenen fünf Jahren (2002:8, 2003:9, 2004:7, 2005:6, 2006:6) rückläufig - für einen Beitritt gut gerüstet und bewarb sich Mitte des vergangenen Jahres um die Aufnahme.

Die folgenden Selbstverpflichtungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden von der Hammer Verkehrssicherheitsinitiative entwickelt und im Mai vorigen Jahres vom Rat beschlossen:

Erweiterung der Mitmach- und Selbsthilfeangebote:

  • Fortführung der Aktion „Verkehrsberuhigung vor der Haustür“

  • Durchführung von mind. zwei zentralen Verkehrssicherheitsaktionen pro Jahr

  • Regelmäßiges Angebot von Informationsveranstaltungen und Verkehrssicherheitstrainings

Intensivierung der Verkehrserziehung:

  • Jährliche Aktion „Fahrrad TÜF“ an Hammer Schulen

  • Verbindliche Aufnahme des Verkehrsunterrichts an allen Schulen der Sekundarstufen I und II

  • JÄHRLICHE Schulanfangsaktionen

Bau- und Markierungsprogramme für 'Risikobereiche':

  • Fortführung des Bauprogramms „Kinderunfälle“

  • Aufstellung eines Bauprogramms für die Hauptunfallstrecken in Hamm

  • Markierungsprogramme „Tempo-30-Zonen“ und „Parken in Problembereichen“

Verstetigung der Verkehrsüberwachung:

  • Aufrechterhaltung des hohen Niveaus der Geschwindigkeitsüberwachung

  • Regelmäßige Schwerpunktmaßnahmen der Parkraumüberwachung (Radwege, Schulwege, Kinderunfallbereiche)

  • Ggf. Einsatz zusätzlicher Überwachungsgeräte ('Starenkästen', Rotlicht-Kameras)

entdeckt und gelesen auf der Homepage der Stadt Hamm

 

 


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